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Veröffentlicht am 2026-10-07
Wenn Gäste über Lärm aus dem Flur klagen, liegt die Antwort selten allein in der Wand. Drei Schallwege, zwei bewährte Ausführungen – und ein Vorgehen, mit dem Sie vor dem Gesamtprojekt wissen, was die Maßnahme in Ihrem Haus tatsächlich bringt.
Die Flurwand: Dünne Trockenbauwände lassen Gespräche, Rollkoffer und Reinigungswagen fast ungefiltert durch – hier wirkt die entkoppelte Vorsatzschale. Die Flurtür: Sie ist häufig die eigentliche Schwachstelle. Die beste Wand hilft wenig, wenn der Schall über das Türblatt, den Spalt am Boden oder eine undichte Zarge ins Zimmer kommt. Der Aufzug: Grenzt der Schacht an ein Zimmer, kommt neben dem Luftschall Körperschall über das Bauwerk hinzu. Dagegen hilft eine Vorsatzschale nur zum Teil. Ähnliches gilt für Rohr- und Installationsschächte. Wir betrachten deshalb alle Wege, bevor wir eine Maßnahme empfehlen – damit Ihr Budget dorthin fließt, wo Ihre Gäste den Unterschied tatsächlich hören.
Vor die bestehende Wand kommt eine eigene Metall-Unterkonstruktion, die keine starre Verbindung zur Bestandswand hat. Der Hohlraum wird mit Steinwolle gefüllt, die Schale zweilagig mit Hartgipsplatten beplankt, alle Anschlüsse an Decke, Boden und Seitenwände werden mit Akustikdichtstoff ausgeführt. Über die Wirkung entscheiden die Details: Jede starre Verbindung, jede offene Fuge und jede gewöhnliche Steckdose in der Schale ist eine Schallbrücke, die einen Teil des Aufwands wieder zunichtemacht. Deshalb gehören Schallschutzdosen und saubere Anschlüsse zur Ausführung, nicht zur Kür.
Für die meisten Zimmer genügt der Hotelstandard: Unterkonstruktion CW 75, vollständig von der Bestandswand entkoppelt, 60–80 mm Steinwolle und eine zweilagige Beplankung aus 15-mm-Hartgipsplatten. Für Problemzimmer – typischerweise am Aufzug oder an einem Technikraum – gibt es eine stärkere Variante mit CW 100, 80–100 mm Steinwolle und einer zusätzlichen Lage Silentboard. Beide Ausführungen lassen sich in einem Projekt kombinieren, sodass die aufwendigere Variante nur dort eingesetzt wird, wo die Beschwerden am stärksten sind. Rechnen Sie je nach Ausführung mit ca. 13–16 cm mehr Wandstärke – bei kleinen Zimmern prüfen wir vorab, ob Bett, Schrank und Türanschlag danach noch passen.
Kalkuliert wird je Quadratmeter Wandfläche nach Ausführung. Dazu kommen Positionen, die sich von Zimmer zu Zimmer unterscheiden: die Raumhöhe, die Anschlüsse an Decke und Boden (im Altbau oft uneben), Steckdosen und Schalter in der Flurwand, die Flurtür mit Laibung und gegebenenfalls Absenkdichtung oder neuem Türblatt, Heizkörper und Fußleisten, Malerarbeiten, Möbel und Leuchten an der Flurwand sowie der Schutz von Böden und Möbeln mit Arbeitszeiten passend zur Belegung. Wir weisen diese Positionen im Angebot einzeln aus, damit Ihre Budgetplanung hält und nichts erst auf der Schlussrechnung auftaucht.
Bei mehreren gleichartigen Zimmern bauen wir zuerst ein Musterzimmer aus, das Sie im laufenden Betrieb prüfen. Dort messen wir die Schalldämmung vor und nach dem Umbau; den Zielwert legen wir vorab gemeinsam fest. Sie erhalten damit einen Messwert statt eines Eindrucks – und eine belastbare Grundlage für die Entscheidung über die übrigen Zimmer. Erst danach kalkulieren wir einen Festpreis je Zimmer. Eine pauschale Zusage, um wie viel leiser ein Zimmer wird, geben wir vorab bewusst nicht: Decke, Boden und angrenzende Bauteile des Bestands bestimmen das Ergebnis mit, und das zeigt sich verlässlich erst am gebauten Raum.
Die betroffenen Zimmer werden blockweise gesperrt, der übrige Betrieb läuft weiter. Arbeitszeiten stimmen wir auf Belegung und Ruhezeiten ab, Flure, Böden und Möbel werden geschützt. Wir arbeiten mit eigenem Team und eingespielten Fachkräften aus unserem Netzwerk – Leitung und Verantwortung liegen bei uns. So lassen sich auch mehrere Zimmer parallel umsetzen, ohne dass die Qualität davon abhängt, wer gerade auf der Baustelle steht.
Nötig ist nichts davon, wir können alles gemeinsam vor Ort aufnehmen. Wenn Sie aber schon etwas zur Hand haben, spart es beim Termin Zeit: der Grundriss eines typischen Zimmers mit Raumhöhe, Fotos von Flurwand und Flurtür samt Zarge, die Angabe, welche Zimmer an den Aufzugsschacht grenzen, und wie viele Zimmer Sie gleichzeitig sperren können.
Oft nicht. Ist die Flurtür undicht oder grenzt ein Zimmer an den Aufzugsschacht, kommt ein großer Teil des Lärms auf anderen Wegen ins Zimmer. Wir sehen uns deshalb Wand, Tür und Schächte gemeinsam an, bevor wir eine Maßnahme empfehlen.
Pauschal lässt sich das seriös nicht vorhersagen, weil der Bestand das Ergebnis mitbestimmt. Deshalb messen wir im Musterzimmer vor und nach dem Umbau – mit einem Zielwert, den wir vorab gemeinsam festlegen.
Ja. Gesperrt werden nur die Zimmer, an denen gerade gearbeitet wird, und zwar blockweise. Arbeitszeiten stimmen wir auf Belegung und Ruhezeiten ab.
Je Quadratmeter Wandfläche nach Ausführung, dazu einzeln ausgewiesene Zusatzpositionen wie Tür, Steckdosen oder Malerarbeiten. Nach dem Musterzimmer erhalten Sie einen Festpreis je Zimmer für die übrigen Einheiten.
Je nach Ausführung wird die Wand ca. 13–16 cm dicker. Bei kleinen Zimmern prüfen wir vorab, ob Möblierung und Türanschlag danach noch passen.
Schreiben Sie uns kurz, wie viele Zimmer betroffen sind und woher der Lärm kommt – wir melden uns mit einer ersten Einschätzung und einem Vorschlag für ein Musterzimmer. Die Erstberatung ist kostenlos und unverbindlich.
Kostenlose Erstberatung per E-Mail: info@sicherheitsraum-innenausbau.de
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